Unsicherheit in neuen Geschäftsmodellen – eine Begegnung mit Simulation

Bill Joy, einer der Gründer von Sun Microsystem sagte am Anfang dieses Jahrtausends:
„Fakt ist, ein Großteil der klügsten Köpfe arbeitet nicht für Sie. Ganz egal wer Sie sind.“

Demnach ist die Herausforderung der innovativen Unternehmen der Zukunft die Einbindung des frei zugänglichen Wissens und auch des kreativen Potentials Dritter. Also nicht nur das eigene Potential auszuschöpfen, sondern das Wissen anderer effizient in das eigene Unternehmen einzubinden, wird zur Hauptaufgabe des Innovations-Managements. Wo früher Produkte in nach außen geschlossenen Abteilungen für den Markt konzipiert und entwickelt wurden, werden heute alle Akteure - von Kunden bis Lieferanten - in den Innovationsprozess eingebunden.

Amazon könnte ohne den von Kunden geschriebenen Rezessionen und Empfehlungen keinen Erfolg in diesem Ausmaß haben. Das mittlerweile größte Lexikon der Welt, Wikipedia, wird von mehr als einer halben Million Freiwilligen geschrieben. Weiters kann kaum ein Unternehmen auf den Einsatz von Linux verzichten und auch Apples iPhone wäre ohne Open Source nicht realisierbar - um ein paar sehr große Beispiele zu nennen.

Aber wie lässt sich die Dynamik dieser Innovationen, Experimente, Ideen in konkrete Zahlen fassen um eine Kosten Nutzen Analyse eines Produktes oder gar ein ganzes Geschäftsmodell zu rechnen? Unserer Erfahrung nach:

Am besten mit einer Simulation!

Mit einem vereinfachten Abbild der Realität können wir die Essenz der Situationen erfassen und mithilfe dynamischen Simulationen sind wir in der Lage die Komplexität zu bewältigen indem wir die Effekte transparent machen und im Zeitverlauf untersuchen.

Somit können wir die Auswirkungen unserer Geschäftsentscheidung testen und Probleme und Risiken erkennen noch bevor Sie auftreten. Genau das Instrument um eine Kalkulation und Steuerung von Aufgabenstellungen mit langfristigen und nachhaltigen Strategien zu ermöglichen – wie Umsatz und Mark-Wachstums Prognosen.

Das folgende Bild zeigt das Cockpit eine unserer Simulationen in denen wir mit What-If Szenarien Veränderungen im Zeitverlauf untersuchen. In unserem Beispiel: Das mögliche Wachstum einer viral wachsenden User Community. Wir erhalten sehr schnelle Antworten innerhalb einer sicheren und effektiven “Test” Umgebung, können verschiedenste Entscheidungen und deren Auswirkungen erforschen und erkennen dadurch entscheidende, neue Einsichten.

Exakte Vorhersagen bleiben uns natürlich verwehrt, aber die Simulation kann uns als Kompass und Navigationsinstrument in unserer unvorhersehbaren Welt dienen.

 

Pandoras Büchse – Die Gabe der Ahnung

Denken Sie an das letzte Mal, an dem ein Verkäufer genau verstanden hat und wusste was Sie wollen. Ist wahrscheinlich schon ziemlich lange her – aber haben Sie auch die Empfehlungen bei Amazon, die Google Suchergebnisse beziehungsweise die personalisierte Empfehlung-Suche von hunch.com dazu gezählt? Nein? Sollten Sie aber. Denn diese Programme sind darauf trainiert Ihnen die Wünsche von Ihren Daten abzulesen.

Wir stehen am Beginn einer Zeit die gekennzeichnet ist von einem regelrechten Überfluss an Daten. Fast bei jeder Handlung hinterlassen und generieren wir Daten über Daten. Marketender, Firmen, Regierung sammeln diese und quantitative Analytiker suchen in Ihnen Muster, neue Erkenntnisse und neues Wissen. Sie lassen somit aus diesen Millionen von einzelnen Daten echte Informationen werden.

Warum das in vielen Fällen so gut funktioniert liegt daran, dass diese Daten konkrete und nachvollziehbare Handlungen repräsentieren, und im Vergleich zu Befragungen und Gesprächen um viele emotionale und irrationale Aspekte bereinigt sind. Denn es antwortet auf die Frage „was habe ich gemacht“ und nicht auf „was habe ich vor zu machen“. Dazwischen können wie wir alle Wissen ganze Welten liegen. Werden meine Daten dann auch noch mit meinen „Handlungs-Verwandten“ Mitmenschen, also mit jenen die ein mir ähnliches Verhalten zeigen, verglichen und kombiniert (behavioral cluster) erhalte ich eine Basis für Zukunfts-Prognosen, die auf fast schon unheimliche Art und Weise zutrifft.

Diese Software Verfahren, auch Algorithmen genannt, kommen zumeist aus den Forschungen der 70ziger und 80ziger die zum Thema künstliche Intelligenz betrieben wurden. Wie Steven Levy in seinem Artikel wunderbar beschrieben hat, sind diese Neo-Roboter überall in unserer Welt angelangt und haben Sie zum Teil auch schon übernommen. Nur nicht so wie wir es uns dachten. Denn nicht Sie sind als mechanische Wesen in unserer Welt, sondern wir bewegen uns in Ihrer! Der Trick war den Begriff künstlich zu streichen und einfach „intelligente“ oder schlicht „moderne“ Systeme zu verwenden.

Und Sie sind überall: GPS zur Navigation, tausende von Sensoren in Fahrzeugen die melden, messen, prognostizieren und mittlerweile auch steuern. Bahnen und U-Bahnen sowieso. Elektronische Ratgeber & Verkäufer bei Hunch, Amazon, Netflix, Google und viele mehr. Und auf der Börse? Mittlerweile die Mehrheit (schätzungsweise 75%) aller Transaktionen an den Börsen werden nicht mehr von menschlichen Händlern durchgeführt sondern von Software – intelligenter Software. Wer kann darauf verzichten? Heute noch viele, doch in absehbarer Zukunft wahrscheinlich niemand mehr.

Fast scheint es so, als hätten Google und Amazon, die ersten Protagonisten dieser auf Massen-Daten basierenden Ökonomie erneut die „Büchse der Pandora“ geöffnet und nach der Hoffnung nun auch die Gabe der Ahnung auf uns Menschen frei gelassen. Und so wie alle großen Gaben kann Sie dazu verwendet werden, um einen positiven aber auch einen negativen Beitrag zum menschlichen Leben zu leisten – je nach Motiv.

 

In der Höhle des Löwen

Wer die Zukunft erahnen will muss in der Gegenwart suchen und die Kräfte identifizieren, die grundlegenden Wandel herbeirufen können.

Im Falles des iPhones ist das die Trennung von Software und Hardware durch die Einführung einer Softwareplattform und Benutzerschnittstelle, die sich im Laufe der Hardwaregenerationen zwar verbessert hat, aber im Grunde dennoch gleich bleibt.

iOS läuft auf allen iPhone Geräten, auch den Alten, und ein Umstieg lässt sich durch die Kontinuität der Software in Minuten bewerkstelligen. Eine Strategie, die vom Mac kommt und mit der OSX in den letzten 10 Jahren unheimlichen Erfolg hatte.

Eine zweite Kraft ist die anfänglich unbeabsichtigte Einführung des App-Stores. Eine zentrale Drehscheibe die mit Ihrer Zusammensetzung den Nerv der Zeit getroffen hat. Tausende neue Produkte und Applikationen, sogenannte Apps, konnten dadurch entwickelt und auch verkauft werden. Für die Entwickler ist die Plattform motivierend und eine echte Chance Innovationen auch gewinnbringend auf einer mobilen Umgebung zu lancieren. Für den Benutzer ist der Store eine ungemeine Erleichterung in der Bedienung des Gerätes. Unsere Analyse: Auswahl, Kauf und Installation von neuer Software kann fast von jedermann und gänzlich ohne IT Spezialwissen und vor allem ohne Fremde „Hilfe“ durchgeführt werden. Was für eine Befreiung für den Benutzer! Und dafür ist er auch bereit einen hohen Preis zu zahlen!

Der Aktienkurs von Apple ist viel diskutiert und wurde auch in tausend Facetten interpretiert. Dies ist und bleibt aber sicherlich der wichtigste „Spielstand“ und Indikator Ihres Erfolges – und der hat sich in den letzten 2 Jahren verdreifacht. Somit eine ganz klare Bestätigung der gewählten Produkte und Strategien.

Was liegt da näher, als die erfolgreichste Kraft der iPhone Plattform nun in die Zukunft der OSX Umgebung zu integrieren? Nichts! Doch wird dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt sein?

Der Widerstand fällt immer, sobald die Vorzüge ersichtlich sind. Und im Falle vom App-Store für OSX, das als fixer Bestandteil in die nächste Version des Betriebssystems mit dem Codenamen „Lion“ integriert wird, liegen die Vorteile ja schon fast auf dem Tisch. Auswahl, Kauf und Installation für und durch jedermann! Ein weiter Schritt für das Freiwerden des gemeinen Benutzers und seiner Lösung vom Joch der fremdgesteuerten IT Administration – wenn er sich bereitwillig in die Obhut des Löwen begibt. Und einige Wochen nach dem Launch wird uns auch der Aktienkurs verraten, wie golden der Löwe ist.

 

iPad – Gekommen um zu bleiben

Kaum ein neues Gerät hat in den letzten Jahren soviel medialen Staub aufgewirbelt wie das iPad. Hoffnungsträger & Quell der Aufmerksamkeit für Konsumenten, Software Hersteller, Datendienst-Betreiber und vor allem auch Verlage und der gesamten Content Industrie. Für den Hersteller Apple und für das iPad selbst gilt es jetzt diesen „Hype Status“ zu bestätigen beziehungsweise zu beweisen, dass es sich wirklich um den Markt verändernde Innovation handelt.

Wir haben das Geräte jetzt ausführlich und mehrere Wochen lang getestet und versucht alle möglichen Facetten zu betrachten. Die Verwendung als Kommunikations-Gerät, als eBook-Reader, als Internet-Browser, als Navigations-Gerät, als MP3-Player als Spiele-Plattform, etc. Natürlich hat es im Detail viele Stärken aber auch Schwächen, doch unser Fazit konzentriert sich auf die Schnittstelle von Mensch zu Computer.

Seit der Erfindung der ersten Computer-Mouse (siehe Bild) und dessen Einsatz als zentrales Eingabegerät in Kombination mit einer Tastatur und einer graphischen Benutzeroberfläche sind mittlerweile 40 Jahre vergangen (anfang der 70iger Jahre im Xerox Labor) in denen sich die Technologie im Detail zwar stark verbessert hat, doch das Konzept ist im großen und ganzen gleich geblieben. Wir verwenden immer noch eine Tastatur, eine graphische Benutzeroberfläche und eine Maus als zentrale Schnittstelle zu fast jedem Computer.

Und genau das hat das iPad verändert. Die eigene Hand, dessen Anwendung der Mensch sein ganzes Leben lang trainiert hat, ersetzt die Maus und die Tastatur. Die Benutzeroberfläche verlässt die „Fenster“-Orientierung und wird intuitiver in der Anwendung. Diese Kombination führt dazu, dass ca. 70-85% der privaten Aktivitäten, also jene die auf einem PC durchgeführt werden (E-Mail, Facebook, Internet) mit dem iPad wesentlich schneller und bequemer bewältigt werden können. Wir könnten schneller das iPad einschalten auf neue E-Mails prüfen, die Überschrift der aktuellen Nachrichten lesen und das iPad wieder ausschalten als der PC gebraucht hat um überhaupt zu starten.

Der Widerstand gegen den Wandel fällt, sobald seine Vorzüge ersichtlich sind. Und für uns sind diese evident. Ob das iPad von Apple das „dominante“ Gerät sein wird, oder ein auf Android basierendes oder ein bis dato unbekanntes Tablett wird sich zeigen und auch vom Geschick und Glück der Hersteller abhängen, doch die Veränderung in der Schnittstelle von Mensch zu Maschine ist gekommen um zu bleiben.

Eine Grundregel im Technologie-Management besagt, dass man nicht gegen Trends arbeiten und ankämpfen sollte, sondern vielmehr diese in die eigene Strategie integrieren muss. Für das iPad/Tabletts ist die Zeit gekommen um als ernstzunehmender Akteur innerhalb einer IT-Strategie Berücksichtigung zu finden.

Haben sie bereits die Verwendung von iPad/Tabletts in Ihre IT-Strategie integriert? Können Sie von überall sicher und schnell auf Ihre firmenrelevanten Daten zugreifen?

 

Strategisches Vorgehen auch für Informations-Technologie notwendig

Strategisches Vorgehen beginnt damit, dass man über das wirklich Wesentliche einer Unternehmung und den damit verbundenen zentralen Herausforderungen nachdenkt. Und sich mit den Fragen beschäftigt: Was ist wirklich wesentlich und wichtig? Was ist sekundär? Und was kann man ignorieren ohne die Zukunft der Unternehmung zu gefährden? Das Gespür für die involvierte Dynamik ist der zweite wichtige Aspekt, denn einige Änderungen kann man schnell, einige vielleicht gar nicht und einige nur sehr langsam im Unternehmensumfeld realisieren.

Das Verständnis für diese Fragen ist die Essenz strategischen Denken, und entwickelt sich aus der Einsicht für Fokus und Timing. Und diese Fragen und dieses strategische Handeln ist auch für den Einsatz von Informations-Technologie von größter Bedeutung.

Gartner verwendet den Hype Circle um aktuelle IT Trends und dessen Reifegrad in einen Kontext zu bringen:

Doch was bedeuten diese Technologien und Trends für das eigene Unternehmen? Wann muss ich wie reagieren?

Wir halten die Erstellung eines strategischen Planes also eines „Wie-Planes“, natürlich individualisiert und lösungsorientiert, für den ersten und wichtigsten Schritt um das vorhandene Informations-Kapital besser nutzen und effizienter betreiben zu können.

Wir sind Unternehmensberater für IT und IT Abteilungen, und unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade Klein und vor allem Mittelbetriebe einen starken operativen Fokus in der IT haben, den strategischen jedoch vernachlässigen. Obwohl es gerade diese sind, die von einer effizienten und strategischen Vorgangsweise am meisten profitieren können, wie wir während der Erstellung von IT Audits, Strategy-Maps und Balanced Score Cards für IT Systeme immer wieder feststellen konnten.

Sie haben Fragen? Sie suchen Anregungen & Unterstützung bei der Implementierung Ihrer IT-Strategie? Dann kontaktieren Sie uns einfach.

 

Zusammenarbeit in der Software Entwicklung durch visuellen Prototypen deutlich verbessern

Die Spezifikation und Abstimmung der Anforderungen ist bei vielen Softwareentwicklungsprojekten die Achillesferse. Ob eine neue Funktionalität in die Website oder eine gesamte iPhone Applikation zur Entwicklung steht, das Erlangen eines gemeinsamen Verständnisses über Wesen und Wirken der neuen Applikation ist durch das unterschiedliche Verständnis und den unterschiedlichen Wissenstand der beteiligten Personen oft ein sehr schwieriges Unterfangen.

Abhilfe schafft hierbei der Aufbau eines visuellen, graphischen Prototypen anhand dessen man mit dem Design und dem User-Interface experimentieren kann ohne den Software Entwickler beschäftigen zu müssen. Eine gemeinsames Verständnis über die gewünschte Lösung wird aufgebaut, der Kommunikationsaufwand zwischen den Team Mitgliedern kann reduziert werden, und die Qualität der Anforderungen die an die Entwicklung gelangen ist somit eine wesentlich höhere.

Die Hersteller solcher Prototyging / Mockup Visualisierung Software erleben derzeit einen Innovationsschub. Und das mit Recht. Einerseits durch den steigenden Bedarf an Software (iPhone, Android, Facebook-App) deren Entwicklung weltweit gesourced wird, andererseits durch die Nachfrage an Visualisierungslösungen die als Web 2.0 Applikation rein Online, in der “Wolke” laufen und für alle Beteiligten einfach, jederzeit und von überall zur Verfügung stehen.

Wir setzen stark auf die Visualisierung von Anforderungen an Software um die Gesamtkosten der Entwicklung zu senken und dabei trotzdem die Qualität steigern zu können. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann kontaktieren Sie uns.

Ein schönes Beispiel für eine sehr kosteneffiziente und performante Mockup-Software ist Balsamiq. Low-Tech Layout anhand der man die Funktionen und nicht die Optik kritisiert….

 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und 1 Million Datensätze

Anhaltendes, exponentielles Wachstum unserer Daten ist eine Prognose die fast alle Marktforschungsunternehmen und Analysten sehr ähnlich erstellen. (Graphik von IDC) Umfassbare Mengen werden von jedem einzelnen unserer digitalen Gesellschaft pro Tag / Jahr kreiert und auch gespeichert. In Summe reden wir für das Jahr 2010 von prognostizierten 700 Exabytes. (Ungefähr 7000 Milliarden Vollausgaben der Presse)

Der enorme Anstieg an verfügbaren Daten bringt natürlich die Aufgabe mit sich, diese in angemessener Weise verwalten und speichern zu können, doch die wahre Herausforderung ist es, aus diesen Daten brauchbare Informationen zu gewinnen. Der Economist hat einen eigenen Spezialreport dieser Veränderung von Daten-Knappheit (1990iger Jahre) hin zu unserer jetzigen Daten-Überflussgesellschaft gewidmet.

Und Je größer die Anzahl der Daten wird, desto wichtiger ist es, die Art und Weise wie man versucht aus Ihnen neue Informationen zu gewinnen anzupassen. Von neuen und „intelligenten“ Algorithmen bis zu statistischen Verfahren um die hinter den Daten liegende Information und kollektive Intelligenz zu erkennen und diese auch zu nutzten. Meister und Protagonist dieser Philosophie ist sicherlich der Software-Gigant Google. Nicht nur die Suche selbst sondern viele Ihrer Produkte setzten auf den Einsatz und die Verwendung einer gewaltigen Anzahl von Daten. Wie das mit dem Codenamen Rosie versehene Übersetzungstool, das Mithilfe eines statistischen Abgleichs und Korrelation der Wörter im Kontext von Millionen Dokumenten die wahrscheinlichste Absicht des Benutzers ermittelt und Ihm diese dann auch vorschlägt.

Ein Bild sagt bekanntlicher Weise mehr aus als tausend Worte. Und dies liegt nicht nur daran, dass ein Bild mehr Daten beinhaltet, sondern vor allem auch daran, dass es eine bewiesene und ausgesprochene Stärke des Menschen ist, Bilder zu verarbeiten und aus diesen in sekundenbruchteilen brauchbare Informationen zu extrahieren. Eine Fähigkeit die unserer Meinung nach essentiell sein wird bei der Informationsgewinnung der Zukunft und eine Fähigkeit auf die viel stärker gebaut werden muss. Somit sagt ein Bild nicht nur mehr als 1000 Worte sondern in visualisierter Form, sagt ein Bild auch mehr aus als 1 Million Datensätze.

Wir sehen Graphiken und Visualisierungen als einen Megatrend der Informations-Technologie und als Grundstein für moderne Business-Intelligence und Data-Mining Vorhaben, und werden diesem Thema hier in unserem Forum mehr Aufmerksamkeit widmen.

 

Kunst und Data-Mining

Ein sehr aktuelles Beispiel von Informationsgewinnung durch Visualisierung:

Der japanische Künstler und Informations-Gestalter Macoto Murayamo hat in mühevoller Kleinarbeit die mechanischen Aspekte von Pflanzen durch Datengewinnung mit Scan und Röntgen und anschließender ganzheitlicher Visualisierung ans Tageslicht gebracht. Die Arbeit eines Künstlers, eines Wissenschaftlers, eines Graphikers, aber auch die Arbeit eines Data-Miners…..

 

Kollektives Wissen – Veränderung entsteht durch Zusammenspiel!

Meinungsaustausch und Kommunikation im Internet führt zu weiterer Polarisierung und Verstärkung von extremen Positionen. Das war das Ergebnis vieler Studien der letzten Jahre. Denn Menschen gruppieren sich mit Gleichgesinnten und eine Diskussion unter Gleichgesinnten führt zu einer Radikalisierung der eigenen Meinung, anstatt zu einer Annäherung an andere. Denn der positive Effekt eines echten Austausches bleibt aus.

Diese Gruppendynamik ist zu berücksichtigen, wenn man auf das kollektive Wissen des Internets zugreift und anhand dessen Entscheidungen fällt. Ganz egal ob es sich “nur” um eine internetbasierende Meinungsumfrage handelt, oder um ein umfangreiches Open Innovations Projekt. Denn das Verhaltensmuster ist ein sehr menschliches und im Grunde medienunabhängig.

Ein Social Entrepreneurship Projekt, dass sich mit der Kartographie und Visualisierung von Diskussionen und deren Argumenten, und somit genau mit der entstandenen Kluft beschäftigt ist debategraph. Der geschaffene Überblick und die Abhängigkeiten innerhalb der Argumentationen können zu kollektivem Lernen und somit zu neuen Lösungen führen. Für mich ein gelungener Beweis, dass man mit Hilfe des Mediums Internet eine neue, demokratischere Wissensgesellschaft aufbauen kann. Wie immer und überall. Wenn wir nur wollen!

50 Jahre geballte Diskussion ob Computer denken können. Von R. Horn bis A. Turing. Bitte schön:

 

Chancen einer Mitarbeiterbeteiligung!

Peter F. Drucker hat bereits vor über 50 Jahren den Begriff des Wissensarbeiters (knowledge worker) geprägt und auch definiert. “Ein Wissensarbeiter ist jemand, der mehr über seine Tätigkeit weiß als jeder andere in der Organisation.” Damals noch eine absolute Minderheit, ist die heutige Gesellschaft, bedingt durch einen stetigen und nach wie vor anhaltenden Anstieg von Personen die diesem Berufsbild entsprechen, sehr stark beeinflusst. Vom Website Designer zum Journalisten. Fast alle Kreativ-Berufe, New Media Produktionen und Beratungsleistungen sind in Ihrem Kern Tätigkeiten eines “knowlege workers”.

Betrachtet man die Unternehmensstrukturen dieser auf die Vermittlung von know-how spezialisierten Organisationen, erkennt man recht rasch dass der größte Teil der Strukturkosten Ausgaben für Mitarbeiter sind. Um diese Kosten besser mit der tatsächlichen Wertschöpfung in Einklang zu bringen haben wir ein Modell und einheitliches Instrument entwickelt um a) den  Mitarbeiter im Team/Unternehmen positionieren zu können, b) das Potential und die Karriere des Mitarbeiters planen zu können und c) aufbauend auf der Struktur und den individuellen Stärken ihn dann am Unternehmen  zu beteiligen. Quasi als virtueller Shareholder – also eine Gewinnbeteiligung für alle Akteure. Abgeleitet von den drei großen Bestandteilen – Structure, Capability und Participation – haben wir dieses integrierte Modell SCP9 benannt. (Referenz zu finden unter: digispectrum Referenzen)

Das Ziel ist eine Stärkung der Einheit und eine Erhöhung der Produktivität. Aber Transparenz und Beteiligung kann noch mehr. Kombiniert mit reduzierten Fixkosten bedeutet dies eine höhere “Überlebenschance” der Organisation in wirtschaftlich mageren Zeiten, aber auch eine höhere, gerechtere und fairere Teilung des wirtschaftlichen Erfolges in monetär besseren Zeiten.

Der Einzug der Shareholder Value Maximierung in Europäische Unternehmen und in die vorherrschenden Denkweisen ist allein durch die damit verbundenen Simplifizierungen in der Zieldefinition nicht mehr zu stoppen. Und es wäre meiner Meinung auch falsch dagegen anzukämpfen. Der bessere und nachhaltigere Weg ist die Integration der maßgeblichen Stakeholder als “virtuelle” Shareholder. Dies führt automatisch zu einer Auflösung von Interessenskollisionen und zu einer einheitlichen Zieldefnition, als auch zu einer Wertsteigerung für die gesamte Gruppe.

Und der Widerstand dagegen? Fällt wie immer mit der Ersichtlichkeit der Vorzüge….

Sie haben Fragen? Sie suchen Anregungen & Unterstützung bei der Implementierung Ihres Mitarbeiterbeteiligung-Modells? Dann kontaktieren Sie uns einfach.